Hamburg

Wie man so schön sagt, ist Hamburg immer eine Reise wert. Wenn man Hamburg erkunden möchte sollte man immer genügend Zeit mitbringen, um die Natur in und um Hamburg herum zu erkunden. Denn Hamburg besteht nicht nur aus dem Hamburger Michel und den Landungsbrücken. Hamburg hat viel mehr zu bieten, wie ich Euch nun zeigen möchte. Zu Beginn erstmal ein paar Impressionen aus dem Hamburger Hafen.

Hamburger Michel und Rickmer Rickmers
Hamburger Michel und Rickmer Rickmers Cap San Diego (Museumsschiff) Elbphilharmonie im Rohbau 2009 Hamburger Landungsbrücken Barkasse und Schute im Hamburger Hafen Schwimmkran im Hamburger Hafen
Hamburger Michel und Rickmer Rickmers

Der Bau der Elbphilharmonie in Hamburg kommt nur langsam voran, und die Kosten steigen und steigen. Es wird in den Hamburger Tageszeitungen berichtet, das sich auch die Fertigstellung verzögern soll.

Hamburger Elbphilharmonie im Rohbau 2010
Hamburger Elbphilharmonie im Rohbau 2010

Ein Spaziergang im Hamburger Freihafen lohnt sich auch immer, wie man auf dem nächsten Bild sehen kann. Es ist eine kleine Sturmmöwe.

Junge Sturmmöwe
Junge Sturmmöwe

Wenn man früh morgens in Hamburg unterwegs ist bemerkt man ganz schnell, dass die meisten Vögel nur darauf warten, dass das Leben in der Stadt erwacht und für sie etwas abfällt. Dass ein Teichhuhn früh morgens unter einem Papierkorb nach etwas fressbarem sucht, hatte ich bis dahin auch noch nicht gesehen. Hier kann man mal wieder sehen, wie schnell sich die Vogelwelt anpassen muss, wenn alles zugepflastert wird.

Hamburg Alsterarkaden
Hamburg Alsterarkaden Teichhuhn am Hamburger Rathausmarkt Stadttauben
Hamburg Alsterarkaden

Bei einem Bummel durch die Innenstadt von Hamburg braucht man nur nach oben zu schauen und mit etwas Glück kann man einen Wanderfalken auf der Jagd nach Stadttauben entdecken. Viele wissen gar nicht, dass Wanderfalken in Städten leben und dort auch Beute schlagen. In Hamburg brüten schon jahrelang mehrere Wanderfalkenpaare. Es gibt in der Innenstadt von Hamburg vier gute Möglichkeiten Wanderfalken zu sehen. Am Rathaus, an der Nikolaikirche, an der Petrikirche und an der Jakobikirche. 2009 haben wir eine Nisthilfe für den Wanderfalken in der Jakobikirche angebracht. Dazu ein Bild aus der Sicht des Wanderfalken.

Hamburger Rathaus
Hamburger Rathaus Nikolaikirche Wanderfalken auf der Nikolaikirche Petrikirche Petrikirche Blick aus der Jakobikirche
Hamburger Rathaus

Im Industriegebiet “Auf der Hohen Schaar” gibt es auch noch einige Wanderfalken. Bei der Beringung der kleinen Wanderfalken habe ich auch ein paar Bilder gemacht. Zuerst zeige ich Euch einmal die Wanderfalken. Wer sich für die Balz der Wanderfalken interessiert, geht auf meine Seite: Wanderfalken bei der Balz.

Wanderfalke im Hamburger Hafen
Wanderfalke im Hamburger Hafen Wanderfalke Junge Wanderfalken Wanderfalke im Flug Wanderfalken-Pärchen Wanderfalke am Industrieschornstein
Wanderfalke im Hamburger Hafen

Die Bilder die ich Euch jetzt zeige, habe ich auf einem Industrieschornstein in 100m Höhe gemacht. Auf dem ersten Bild seht Ihr im Hintergrund die Kaianlage von Altenwerder, auf dem zweiten Bild seht Ihr die Köhlbrandbrücke und auf dem dritten Bild seht Ihr den Hafen und im Hintergrund die Innenstadt.

Hamburger Hafen
Hamburger Hafen Hamburger Hafen Hamburger Hafen Hamburger Hafen
Hamburger Hafen

Der Wanderfalke und der Uhu leben in Hamburg, in der Innenstadt sehr nah beieinander. Die Dachbruten der Uhus in den Städten nehmen immer mehr zu. Auch im Hamburger Hafen brütet der Uhu und das sogar schon mehrere Jahre. Den Uhu in Hamburg kann man am besten auf dem Ohlsdorfer Friedhof beobachten.

Uhu im Hamburger Hafen
Uhu im Hamburger Hafen Uhu im Hamburger Hafen Uhu auf dem Ohlsdorfer Friedhof Uhu auf dem Ohlsdorfer Friedhof
Uhu im Hamburger Hafen

Wenn man in Hamburg an den Deichen entlang fährt und die Augen offen hält kann man so einiges sehen. Wie z.B. Seeadler, Turmfalken, Bussarde, Weißstörche und Kormorane. In Hamburg Finkenwerder und Hamburg Bergedorf kann man gut den Waldkauz beobachten. In Hamburg Wihlemsburg kann man gut den Eisvogel, die Waldohreulen, die Nilgans, den Habicht und Fasane sehen. Eine Übersicht über Naturschutzgebiete in Hamburg gibt es auf der Seite Hamburg Natur.

Nilgans im Bussardnest
Nilgans im Bussardnest Waldkauz Waldkauz Hase und Fasan Fasan-Pärchen Fasan-Weibchen
Nilgans im Bussardnest

Im Winter sieht man in den Hafenbecken nicht nur eingefrorene Schiffe sondern auch viele Entenarten.

Hamburger Hafen
Hamburger Hafen Hamburger Hafen Hamburger Hafen Hamburger Hafen Hamburger Hafen Hamburger Hafen
Hamburger Hafen

In Hamburg-Moorburg einsteht ein neues Kohlekraftwerk und somit auch gleichzeitig eine neue Brutmöglichkeit für Wanderfalken. Die Behörden müssten nur bei Erteilung der Baugenehmigung mehr an die Natur denken, damit Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter gleich mit angebracht werden. Wie z.B. Wanderfalken, Mauersegler oder Turmfalken. Es ist doch kein Wunder, dass so viele Vogelarten in der Stadt aussterben. Durch die ganze Wärmedämmung haben viele Vögel (auch Spatzen) ihre Nistmöglichtkeiten verloren und die Behörden sehen dabei zu. Bei Um- und Neubauten könnte man die Auflagen dazu doch gleich erteilen.

Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg
Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg

Auch die Bussarde haben sich in Hamburg angepasst, sie brüten nicht mehr nur auf Bäumen. sondern im Hamburger Hafen an Gebäuden.

Bussard als Gebäudebrüter
Bussard als Gebäudebrüter

Wenn im Herbst die Kraniche über Hamburg hinweg ziehen, kann man sie gut dabei beobachten wie sie sich in der Thermik hochschrauben.

Kraniche über Hamburg
Kraniche über Hamburg

Hamburg zählt sich selbst zu den grünen Städten. Aber Kiebitze, Kampfläufer, Rotschenkel, Rebhühner und Beutelmeisen sieht man so gut wie überhaupt nicht mehr. Wenn es so weiter geht, wird es auch nicht mehr lange dauern bis sich die Hamburger die Haussperlinge, Feldsperlinge, Türkentauben u.s.w. im Hamburger Zoo ansehen müssen. Es ist nicht immer nur der Klimawandel schuld. Es werden immer noch viele Bruten durch veraltete Verordnungen der Behörden zerstört. Ich habe es selber miterlebt wie eine Eisvogelbrut zerstört wurde, durch Verordnungen die aus dem vorigen Jahrhundert stammen.

Ein Kiebitz mit zwei Küken
Ein Kiebitz mit zwei Küken Kiebitz-Männchen Kampfläufer-Männchen im Prachtkleid Zwei Kampfläufer beim Kampf Beutelmeise beim Nestbau Beutelmeisen-Pärchen beim Nestbau
Ein Kiebitz mit zwei Küken

Nun zeige ich Euch mal wie weit es schon in Hamburg gekommen ist. Die Stare baden in den Trinkschalen der Singvögel, die Sturmmöwen brüten in Schubkarren und Uhus brüten auf dem Schrottplatz im Hamburger Hafen. Ich habe ja schon das passende Plakat entworfen. Mehr dazu auf meiner Seite Uhus in Hamburg.

Stare beim Baden
Stare beim Baden Stare beim Baden Stare beim Baden Sturmmöwe brütet in einer Schubkarre Sturmmöwen Nest in einer Schubkarre Uhu-Brutplatz auf einem Schrottplatz
Stare beim Baden

Die Schleiereulen haben es in Hamburg auch nicht leicht. Wenn man unter Autobahnbrücken entlang geht, verraten mir die Kotspuren und das Gewölle das hier die Schleiereulen einen neuen Unterschlupf gefunden haben. Wenn Ihr Eulen oder deren Brut- und Schlafplätze findet, dann würde ich mich freuen wenn Ihr mir eine Nachricht zukommen lasst. Die Nachricht sollte mit E-Mail oder Tel. Nr. versehen sein. Danke im Voraus.

Schleiereulen-Schlafplatz unter einer Brücke
Schleiereulen-Schlafplatz unter einer Brücke Schlafplatz einer Schleiereule
Schleiereulen-Schlafplatz unter einer Brücke

Mit etwas Glück könnt Ihr auch in Hamburg die Rohrdommel, den Habicht und die Bartmeisen beobachten. Es muss noch viel in Hamburg geschehen, damit nicht immer mehr Vogelarten Opfer der Baumaßnahmen werden. Die Behörden reagieren viel zu spät auf Veränderungen in der Vogelwelt.

Rohrdommel und Graureiher
Rohrdommel und Graureiher Rohrdommel Habicht Bartmeise Bartmeisen Junge Bartmeise
Rohrdommel und Graureiher

In Hamburg an der Binnen- und Aussenalster kann man Schwäne, Graugänse, Blässhühner, Eisvögel und vieles mehr beobachten. Geht man den Neuen Wall entlang, braucht man nur nach oben an die Hausfassaden zuschauen, dort brüten einige Mehlschwalben. Aber wie lange noch? Bei der Fassadenreinigung wurden schon einige Nester entfernt. Und auch hierbei schauen die Behörden zu, denn es sind ja nur Vögel die Dreck verursachen. Aber wenn am Neuen Wall keine Schwalben mehr brüten, dann ist in der Öffentlichkeit mal wieder der Klimawandel schuld.

Der kleine Uhu auf dem Plakat hat noch nie Bäume gesehen. Er ist auf einem Schrottplatz im Hamburger Hafen groß geworden.

Hamburg 2010 Opa sah noch Bäume
Hamburg 2010 Opa sah noch Bäume

Hamburg 2010, überall hört man im März die Motorsägen. Vor zwei Jahren konnten die Hamburger schon mein Plakat “Opa sah noch Bäume“ an der Straße sehen. Jetzt ist es soweit, überall werden die Bäume in Hamburg gefällt und die Vögel verlieren ihren Brutplatz. Es müssen viele Bäume für die IGA und IBA 2013 in Hamburg Wilhemsburg weichen. Nicht nur das ein Kohlekraftwerk in Hamburg Moorburg gebaut wird-, es müssen auch noch zahlreiche gesunde Bäume für die Fernwärmeleitung dran glauben. Und so eine Stadt wie Hamburg will die grünste Stadt Europas 2011 werden? Aber Dresden hat seinen Titel von der UNESCO wieder aberkannt bekommen. Das kann Hamburg auch passieren, wenn weiterhin die Bäume gefällt werden.

Witerhin viel Spaß auf meinen anderen Seiten, wie z.B. Ohlsdorfer Friedhof oder der Raufußbussard.