Füchse

Wenn Ihr glaubt das alles was über Füchse in der Natur geschrieben und erzählt wird stimmt, dann ist der Fuchs schon im Hühnerstall gewesen bevor dieser gebaut worden ist. Dem Fuchs wird vieles angelastet, was er in Wirklichkeit aber gar nicht war. Es muss ja immer einen Grund geben um dem Fuchs nachstellen zu können. Aber warum?

Der Fuchs
Der Fuchs

Ganz einfach. Der Mensch muss sich ja über all einmischen. Und wenn er gerade nichts besseres gefunden hat, dann kommt die Natur dran. Die kann sich ja nicht wehren.
Ein Beispiel hierfür findet Ihr auf der Seite: Kampf ums Überleben. Und weil sich hin und wieder der Fuchs auch einen toten Fisch holt, hat natürlich der Fuchs die Schuld an dem Fischsterben. Und so werden immer Gerüchte über den Fuchs in Umlauf gebracht.
Ein paar Beispiele: Der Marder oder das Wiesel beißt im Hühnerstall einige Hühner in der Nacht tot. Was aber keiner gesehen hat. Wenn morgens die Tat entdeckt wird, was fällt den meisten Leuten als erstes ein? Natürlich der Fuchs. Zu Weihnachten laufen jedes Jahr zahlreiche Gänse draußen auf Wiesen herum. Und jedes Jahr verschwinden einige Gänse von den Wiesen in einem Kochtopf. Wird das Verschwinden der Gänse bemerkt, was meint Ihr was dann die Runde macht? Natürlich „Fuchs du hast die Gans gestohlen.“ Man muss ja immer dem Fuchs die Schuld geben, denn den kennt jeder und einer muss ja der Sündenbock sein. Und so wird dem Fuchs von allen nachgestellt. Wenn es Jahre mit weniger Bodenbruten gibt, kriegt der Fuchs sofort die Schuld. Es hat meistens andere Gründe das die Bodenbrüter zurückgehen.

Fuchsfalle in der Natur
Fuchsfalle in der Natur Fuchsfalle in der Natur
Fuchsfalle in der Natur

Die Fuchsfallen in der Natur nehmen immer mehr Überhand. Die einen haben Angst das der Fuchs die Fasane und Rebhühner frisst, und die anderen haben Angst das der Fuchs die Gelege der Bodenbrüter frisst. Also werden von allen Seiten Fallen aufgestellt. Wäre der Fuchs nicht so schlau, dann wäre er wohl schon ausgestorben. Ich sage immer die Natur regelt es von alleine. Und hierzu auch ein paar Beispiele.
Wenn ein Fuchs in ein Brutgebiet eindringt und die Vögel bekommen es rechtzeitig mit, dann stürzen sich alle zusammen auf ihn und schlagen den Fuchs in die Flucht. Sollte es nicht immer klappen, so wie in Hamburg auf der Hohen Schaar, dann verlagern die Vögel ihren Brutplatz an eine andere geeignete Stelle. Wie z.B. auf Dächern, Gerüstrohren usw. Es gibt von Jahr zu Jahr mehr Dachbruten. Hierzu ein paar Bilder.

Sturmmöwen vertreiben Fuchs
Sturmmöwen vertreiben Fuchs Möwen-Brutplatz auf einem Parkdeck in Hamburg Sturmmöwen-Brutplatz im Industriegebiet in Hamburg Stockenten-Brutplatz im Hamburger Hafen Möwen-Brutplatz im Industriegebiet in Hamburg Möwen-Brutplatz in der Schubkarre
Sturmmöwen vertreiben Fuchs

Nun komme ich zum Uhu und Fuchs. Der Fuchs soll zahlreiche Uhus an seine Jungen verfüttern. Es wird ja jedes Jahr von neuen darüber berichtet. Und anders herum soll der Uhu viele Füches an seine Jungen verfüttern. Das es bei beiden nachgewiesen wird will ich nicht abstreiten. Aber wie der Fuchs und der Uhu an die Beute gelangen muss richtig gestellt werden. Beide gehören zu den Aasfressern. Sie nehmen die tote Beute auf und so gelangt diese in die Beuteanalyse.
Hinzu kommt noch das Fotos mit zahmen Uhus, die auf Füchsen oder Hasen stehen erstellt und dann veröffentlicht werden. Und die meisten Betrachter glauben es auch, weil die Fotos eine Aussagekraft haben. Schaut man sich die Fotos genauer an sieht man sofort das es keine Naturaufnahmen sind. Der Gesichtsausdruck, die Spiegelungen im Auge und der Schnabel vom Uhu verraten uns das es sich um einen zahmen Uhu handelt. Hinzu kommt das die Füchse oder Hasen meist viel zu groß und schwer sind, als das der Uhu sie ab transportieren könnte. Und so wird auch mit vielen Fotos dazu beigetragen, Gerüchte in Umlauf zubringen.
Ich zeige Euch Fuchsbauten, in denen sich Uhus aufhalten. Das Uhu-Gewölle liegt noch vorm Fuchsbau. Der eine Fuchsbau wurde im darauf folgenden Jahr vom Fuchs wieder genutzt. Mehr darüber auf meiner Seite: Uhu und Fuchs.

Uhu im Fuchsbau
Uhu im Fuchsbau Uhu im Fuchsbau in der Natur Fuchs im alten Fuchsbau Uhu im Fuchsbau Uhus am Fuchsbau in der Natur Uhu-Gewölle am Fuchsbau
Uhu im Fuchsbau

So schlimm wie es zwischen Fuchs und Uhu dargestellt wird ist es gar nicht. Der Fuchs meidet das Gebiet, wenn die jungen Uhus auf Wanderschaft sind. Nicht nur von den Menschen wird der Fuchs verfolgt. Sondern sogar von der Sumpfohreule. Ich konnte beobachten wie die Sumpfohreule über Stunden den Fuchs immer wieder angriff und ihn so aus ihrem Revier fernhielt. Mehr darüber auf meine Seite Konflikte einer Sumpfohreule.

Sumpfohreule greift Fuchs in ihrem Lebensraum an
Sumpfohreule greift Fuchs in ihrem Lebensraum an

Wenn ich in der Natur so meine Beobachtungen über die Vogelwelt mache, sehe ich auch häufig Füchse. Ich habe ja schon einiges über den Fuchs berichtet. Wie z.B. Füchse greifen Seeadler an. Jetzt zeige ich Euch ein paar Bilder, wie man meistens den Fuchs in der Natur sieht.

Füchse in ihrem Revier in der Natur
Füchse in ihrem Revier in der Natur Fuchs in seinem Revier Fuchs auf Mäusejagd in seinem Revier Fuchs bei der Reviermarkierung Fuchs auf Nahrungssuche Fuchs ruht sich in der Natur aus
Füchse in ihrem Revier in der Natur

Ich zeige Euch jetzt eine Fuchs Revier abseits von jeglicher Zivilisation. Es sieht dort aus wie aus einem Bilderbuch. Solltet Ihr so ein Revier auch einmal entdecken dann behaltet es für Euch. Auch Füchse haben ein Recht aufs Leben. Ich verrate Euch soviel, es sind sieben Jungfüchse. Ich bin gespannt wie viel Füchse Ihr auf dem ersten Bild erkennen könnt.

Fuchsrevier mit jungen Füchsen
Fuchsrevier mit jungen Füchsen Fuchsrevier mit jungen Füchsen Fuchsrevier mit jungen Füchsen Fuchsrevier mit jungen Füchsen Fuchsrevier mit jungen Füchsen Fuchsrevier mit jungen Füchsen
Fuchsrevier mit jungen Füchsen

Eigentlich wollten wir Sumpfohreulen beobachten. Als wir aber sahen, mit wie viel Aufmerksamkeit die jungen Füchse alles was in ihrem Revier kreucht und fleucht untersuchten, blieben wir noch eine Weile. Es erinnerte uns gleich an Uhureviere, denn dort hält sich der Fuchs auch unmittelbar im Revier auf. Und wir waren gar nicht allzu weit von der Sumpfohreule entfernt. Füchse in der unberührten Natur sieht man nur noch selten. Wie Ihr auf den Fotos sehen könnt, stört unsere Anwesenheit die jungen Füchse überhaupt nicht. Sie bewegen sich in ihrem Revier als wären wir gar nicht da.

Junge Füchse auf Entdeckungstour
Junge Füchse auf Entdeckungstour Junge Füchse auf Entdeckungstour Junge Füchse auf Entdeckungstour Junge Füchse auf Entdeckungstour Junge Füchse auf Entdeckungstour Junge Füchse auf Entdeckungstour im Revier
Junge Füchse auf Entdeckungstour

Ich hoffe das sich die Sichtweite über Füchse positiv verändert. Denn der Fuchs ist ein Aasfresser und verhindert somit auch Krankheiten. Und nicht das der Fuchs, bei jeder Greifvogelverfolgung die Schuld bekommt. Wollt Ihr mehr über Greifvögel und Eulen wissen, dann besucht meine Seite Greifvögel und Eulen.
Weiterhin viel Spaß auf meinen anderen Seiten, wie z.B. Vögel in der Stadt, Wanderfalken in der Stadt oder Polarfuchs.

Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg