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Greifvogelverfolgung

Die Gefahren für die Greifvögel in Deutschland lauern überall. Die illegale Greifvogelverfolgung lässt in Deutschland nicht nach. Es standen schon einige Greifvögel (Raubvögel), wie z.B. der Uhu und der Wanderfalke kurz vor der Ausrottung. Nur der Nachzüchtung und wieder Auswilderung ist es zu verdanken, dass man heute den Uhu, den Wanderfalken und andere Falken in Deutschland noch sehen kann. Aber wie lange noch? Die illegale Greifvogelverfolgung nimmt beängstigende Ausmaße an. Es sind alle Arten von Greifvögeln und Eulen davon betroffen. Und wir alle schauen dabei zu.
Ist man viel in der Natur unterwegs sieht und findet man so einiges, wie z.B. Uhu-Abschuss im Nest in Schleswig-Holstein oder Rotmilan Vergiftung im Landkreis Harburg. Der Rotmilan wird auch Gabelweihe oder Königsweihe genannt. Was machen Tote Fische in der Natur? Die toten Fische auf den Bildern habe ich ganz in der Nähe von dem vergifteten Rotmilan (Gabelweihe oder Königsweihe) aufgenommen.

Uhu Abschuss in Sarzbüttel Kreis Dithmarschen
Uhu Abschuss in Sarzbüttel Kreis Dithmarschen Uhu Abschuss in Sarzbüttel Kreis Dithmarschen Uhu Abschuss in Sarzbüttel Kreis Dithmarschen Toter Rotmilan (Gabelweihe oder Königsweihe) im Nest Hat der tote Rotmilan vom Fisch gefressen? Hat der tote Rotmilan vom Fisch gefressen?
Uhu Abschuss in Sarzbüttel Kreis Dithmarschen

Ich fand 2008 in Sarzbüttel, Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein mehrere tote Uhus. Der Uhu Abschuss ging damals durchs ganze Land. Über den Uhu Abschuss habe ich 2008 auf meiner Seite, der Uhu kurz berichtet. Es hatte sich sogar der Umweltminister von Schleswig-Holstein eingeschaltet. Aber der Uhu Abschuss wurde nicht aufgeklärt. Und so geht es mit der illegalen Greifvogelverfolgung weiter und die Vögel im Wald haben es nicht immer leicht.
Man sieht es an der Vergiftung vom Rotmilan im Landkreis Harburg. In unmittelbarer Nähe von dem toten Rotmilan lagen angefressene Fische herum, die von der Behörde nicht mit eingesammelt worden sind. Auch hierüber habe ich kurz berichtet, auf meiner Seite News 2010. Bis jetzt kam es bei der Rotmilan Vergiftung auch zu keiner Aufklärung. Und so wird auch hier die Greifvogelverfolgung weitergehen, wenn nicht alle die Augen offen halten und jeden toten Greifvogel durch die Behörden untersuchen lassen. Es wird ja nur ein ganz kleiner Teil von toten Greifvögeln (Raubvögel) gefunden. Der größte Teil wird durch andere Beutegreifer (Aasfresser), wie z.B. den Fuchs, den Dachs, den Rotmilan, die Rabenvögeln, den Marderhund, den Kolkraben und den Seeadlern verwertet. Es werden jedes Jahr von neuem tote Seeadler, Falken. Eulen und Bussarde gefunden. Es wurden im Landkreis Rotenburg und im Landkreis Harburg (Niedersachsen) in den letzten Jahren zahlreiche tote Seeadler, tote Sperber, tote Bussarde, tote Rotmilane, tote Uhus und tote Füchse gefunden. Es wurde bis heute nicht aufgeklärt wer die Giftköder auslegt.
Zum Schluss noch ein paar Bilder die zum nachdenken Anregen sollen. Warum hängt ein junger Bussard / Mäusebussard mitten im Wald im Geäst? Was machen tote Fische im Wald? Was machen 5-10 cm große Fische auf einem Acker? Warum fällt ein junger Bussard vom Ansitz in einen Stacheldrahtzaun, ohne sichtbare Verletzungen?

Toter Mäusebussard / Bussard im Wald
Toter Mäusebussard / Bussard im Wald Toter Mäusebussard / Bussard im Wald Toter Fisch im Wald Rotmilan, Kolkrabe und kleine tote Fische Rotmilan, Kolkrabe und kleine tote Fische Toter Mäusebussard / Bussard im Stacheldrahtzaun
Toter Mäusebussard / Bussard im Wald

Ich hoffe, dass sich jeder ein wenig Gedanken darüber macht, wie schnell Greifvögel von einzelnen Personen wieder ausgerottet werden können. Sogar streng geschützte Greifvögel, wie z.B. die Wiesenweihe, der Baumfalke, der Schwarzmilan, der Steinadler, die Kornweihe und der Wespenbussard fallen Vergiftungen zum Opfer. Es muss jeder die Augen offen halten, nicht nur der Greifvogelschutz, damit solches nicht passiert. Die Behörden, die Jäger und die Naturschützer für Greifvogelschutz müssen viel enger zusammen arbeiten um die Greifvogelverfolgung in den Griff zu bekommen. Häufig genug wird hier ein toter Seeadler und dort ein toter Bussard gefunden. Nur leider erfährt die Öffentlichkeit nichts davon. Die Medien müssen viel mehr über die illegale Greifvogelverfolgung berichten, damit auch jeder davon erfährt. Wenn es zum Bussard Angriff auf einen Menschen kommt, dann sind die Medien mit einer großen Schlagzeile dabei. Aber wenn Bussarde abgeschossen oder vergiftet werden hört man wenig. Es werden auch immer noch illegale Fangkörbe für Habichte, Falken, Sperber, Bussarde und Krähen aufgestellt, und das muss zur Anzeige gebracht werden. Nur gemeinsam kann man die illegale Verfolgung der Tiere in der Natur eindämmen. Nicht dass es 2021 wieder zum Falken-, Seeadler-, Eulen- und Bussard-Sterben kommt. Hier erfahrt Ihr mehr Informationen über Greifvögel und Eulen.

Toter Mäusebussard / Bussard im Wald
Toter Mäusebussard / Bussard im Wald

Mit Entsetzen musste ich bei einem Spaziergang in der Stadt feststellen, dass sich die Industrie die Greifvogelverfolgung zu Nutzen macht. Dass Lockvögel (Enten / Gänse) bei Jägern ein großer Renner sind, ist nichts Neues. Dass man Uhus mit beweglichen Flügel zum Anlocken von Greifvögeln und Rabenvögeln verkauft, das gibt zu denken!

Die Greifvogelverfolgung 2011 fängt in Deutschland nicht gut an. Wenn man sich in einigen Bundesländern umhört, sieht es ziemlich schlimm, mit der Vergiftung von Greifvögeln aus. Es ist egal ob es in Brandenburg, NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Baden-Württemberg, Bayern oder Thüringen ist

Wenn die Krähen und Bussarde Alarm schlagen, sollte man auf jeden Fall nachschauen, warum sie es tun. Ich schaute nach. Und was fand ich mitten in der Natur? Schweinefüße und Hähnchenschenkel. Die Krähen und Mäusebussarde machten sich an den Abfällen zu schaffen. Was haben Schweinefüße und Hähnchenschenkel in der Natur zu suchen? Soll jetzt auch in Hamburg die illegale Greifvogelverfolgung angekommen sein? Ich weiß es nicht. Ich machte bei der Polizei eine Anzeige, auf Verdacht der Vergiftung von Greifvögeln und Rabenvögeln. Die Polizei sträubte sich zuerst die Schweinefüße (vielleicht Giftköder) einzusammeln um sie auf Gift untersuchen zu lassen. Mir wurde gesagt, dass hierfür das Ordnungsamt zuständig sei. Womit ich aber nicht einverstanden war. Dann nach kurzer Zeit, kam die Polizei wieder zurück und sammelte die Schweinefüße (vielleicht Giftköder) ein. Ich hoffe dass sie nun auch auf Gift untersucht werden.
Es sind gerade mal zwei Tage vergangen und ich finde auf der anderen Seite von Hamburg in einem kleinen Naturschutzgebiet ein abgezogenes Kaninchenfell mit Kopf. Ist es ein Giftköder? Um genaueres sagen zu können, muss es erst untersucht werden. Und wieder waren es die Krähen und Mäusebussarde, die mir den Fundort von dem Kaninchen Kadaver verraten haben.

Krähen am Luderplatz
Krähen am Luderplatz Schweinefüße in der Natur Schweinefuß in der Natur Kaninchen - Giftköder? Kaninchen - Giftköder?
Krähen am Luderplatz

Nun liegen auch tote Fische in Hamburg, auf den Kirchdorfer Wiesen. Was haben tote Fische auf der Wiese zu suchen? Liegt es an den vielen Krähen und Bussarden? Es soll ein neuer Lebensraum für Wiesenvögel und Amphibien auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg entstehen. Ob da ein Zusammenhang besteht, müssen die Untersuchungen der toten Fische auf Gift ergeben. Das Anlocken von Greifvögeln und Rabenkrähen nimmt in Deutschland immer mehr zu. Mehr zum Thema auf meiner Seite: Vogelschutz und Naturschutz.

Tote Fische auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg
Tote Fische auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg Tote Fische auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg Tote Fische auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg Tote Fische auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg Tote Fische auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg Mäusebussard auf einem toten Fisch auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg
Tote Fische auf den Kirchdorfer Wiesen in Hamburg

Greifvögel und Rabenkrähen stehen laufend unter Beschuss, der Abschuss von Greifvögeln ist mir schleierhaft. Die Gründe dafür sind meistens Unwissenheit. Es ist mir gelungen einen Mäusebussard und eine Rabenkrähe zu fotografieren, die unter Beschuss standen und dieses überlebt haben.

Mäusebussard unter Beschuss
Mäusebussard unter Beschuss Rabenkrähe unter Beschuss
Mäusebussard unter Beschuss

Wir haben eine Rundreise auf Island gemacht und haben in einigen Fjorden viele tote Möwen gesehen. Werden die Möwen auf Island genauso vergiftet, wie bei uns die Greifvögel? Ich glaube ja. Im näheren Umfeld der toten Möwen befanden sich immer Eiderenten Brutplätze und Fischzucht Anlagen. Es geht hier wahrscheinlich wieder nur um Profit. Viele Einheimische verdienen sich durch das Einsammeln von den Daunen der Eiderenten ein Zubrot. Wie man sieht, werden nicht nur Greifvögel vergiftet und abgeschossen.

Was machen tote Eismöwen am Strand?
Was machen tote Eismöwen am Strand?

Windräder die tödliche Gefahr

Windenergie wird immer mehr zur tödlichen Gefahr für die Vogelwelt. Bei Todfunden unter Windkrafträdern sind der Rotmilan und der Seeadler ganz vorne mit dabei. Es werden immer neue Anträge für Windparks gestellt und auch genehmigt. Profitgier steht immer noch vor dem Leben. Es werden sogar Bäume mit Seeadlerhorsten in der Nacht gefällt. Die illegale Vergiftung und Abschuss von Greifvögeln (Seeadler, Rotmilan, Schreiadler) nimmt immer mehr zu. Wenn keine geschützten Greifvögel in Gebieten brüten wo neue Windkraftanlagen aufgestellt werden sollen, wird die Genehmigung erteilt. Auch in Hamburg kam ein Seeadler durch ein Windrad zu Tode. Wurde er vergiftet und konnte dadurch schlechter sehen? Ich kann nur sagen, haltet die Augen offen und wenn Ihr tote Greifvögel oder zerstörte Nester findet, bringt dieses zur Anzeige. Oder sollen noch mehr Vögel aussterben?

Windräder die tödliche Gefahr für die Vogelwelt
Windräder die tödliche Gefahr für die Vogelwelt Windräder die tödliche Gefahr für die Vogelwelt Windräder die tödliche Gefahr für die Vogelwelt
Windräder die tödliche Gefahr für die Vogelwelt

Greifvögel fangen und vergiften

Es ist erschreckend wie viele Menschen täglich im Netz auf der Suche nach Methoden und Möglichkeiten sind, um Greifvögel, Rabenvögel und Eulen (Wildvögel) zu vertreiben oder zu töten. Die Menschen kommen auf die unmöglichsten Ideen um Eulen von ihren Winterschlafplätzen zu vertreiben. So schrieb kürzlich ein Leser auf meiner Seiten, dass er es zunächst mit einem Wasserschlau versucht habe. Als dieses nicht zum Erfolg führte, wurden kurzer Hand die Bäume gefällt. Um Greifvögel und Rabenvögel zu vertreiben, ist einer auf der Elbinsel Wilhelmsburg in Hamburg auf die Idee gekommen mit einem Hubwagen die Nester dieser Vögel aus den Bäumen zu entfernen. Was soll man dazu sagen?

Greifvogelschutz

Weitere Infos zum Thema, auf meiner Seite Vogelmord in Europa.

Weiterhin viel Spaß auf meinen Seiten: Zeitvertreib oder Fütterung der Uhus.

Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg