Vogelfütterung
Hier könnt Ihr einiges über die Vogelfütterung im Sommer und Winter in der Stadt erfahren. Soll man Vögel im Sommer und Winter füttern? Ja. Aus welchem Grund soll man die Vögel im Sommer und im Winter füttern. Ganz einfach. Wir vernichten den Lebensraum der Vögel und entziehen ihnen somit auch die Nahrung. Heutzutage wird nicht nur alles dicht gepflastert, sondern auch jeder Strauch und jedes bisschen grün am Straßen- oder Wegesrand wird entfernt. Dabei sind viele Unkräuter, die Nahrungsquelle von vielen Vogelarten. Nicht nur die Sämereien, sondern vielmehr die Kleinlebewesen die dort ihr zu Hause haben. Wie z.B. die Blattläuse, die Schnecken, die verschiedenen Larven, die Insekten und Spinnen. Und diese Nahrungsquelle wird täglich in der Stadt und auf dem Lande vernichtet. Ohne darüber nachzudenken, was das für Folgen in der Natur nach sich zieht. Nun seht Ihr wie wichtig es ist, die Vögel im Winter und im Sommer mit Nahrung zu unterstützen.

- Grünfink, Kohlmeise, Haussperling und Feldsperling am Meisenknödel
Kommt es irgendwo auf der Welt zu einer Hungersnot durch Ernte Ausfall, dann helfen wir den Menschen auch. Warum soll man dann nicht den Vögeln helfen, wenn ihre Nahrungsgrundlage und ihre Brutreviere zerstört werden. Ich sage „Füttert das ganze Jahr.“ Es wird ja auch das ganze Jahr die Nahrungsgrundlage der Vögel vernichtet. Man braucht doch nur einen Spaziergang durch die Stadt zu machen, wie z.B. in Hamburg. Man sieht kaum noch Spatzen, Meisen und Schwalben. Die letzten Spatzen und Meisen in der Stadt finden keine Nistplätze mehr und müssen notgedrungen in Schwalbennestern oder Mauerspalten brüten. Was bringt es Hamburg „Umwelthauptstadt Europas 2011“ zu sein, wenn es keinen Vogelgesang in der Stadt mehr gibt? Zu einer intakten Umwelt gehört auch eine intakte Vogelwelt.

- Drei junge Waldohreulen auf der Elbinsel Hamburg Wilhelmsburg
Wer möchte nicht in seinem Garten junge Waldohreulen oder andere Vögel aufwachsen sehen. Um dieses zu erreichen kann jeder seinen Garten Vogel gerecht gestalten, und für Futter und Wasser sorgen. Wo dies nicht geschieht müssen sich die Vögel anpassen. Und wie das aussieht, zeige ich Euch mit ein paar Bildern. Was Ihr gleich auf dem Plakat zusehen bekommt, ist im Hamburger Hafen Wirklichkeit geworden.

- Opa sah noch Bäume
Wie und wann sollte man die Vögel füttern? Zuerst sucht man sich eine geeignete Stelle im Garten oder auf dem Balkon. Wichtig ist es das Futter so auszubringen das es immer trocken bleibt. Am besten finde ich die Futterspender und Vogelhäuser die man gut reinigen kann. Vögel koten beim fressen und verunreinigen so ihr Futter. Damit sie keine Krankheiten bekommen müssen die Vogelhäuser häufig gereinigt werden. Wichtig ist es auch das die Vögel an ihrer Futterstelle, schnell vor ihren Feinden Deckung finden. Wie z.B. vor dem Sperber und der Katze.

- Haussperlinge am Futterspender
Die Vogelhäuser baue ich mir selber. In der Mitte mit einem dicken Rohr, oben mit einem Deckel drauf und unten rieselt das Futter beim fressen nach. So sind die Vögel bei schlechtem Wetter geschützt und sie koten nicht in ihr Futter. Bei einem anderen Vogelhaus habe ich ein Seitenteil zum raus nehmen angebaut. So kann man das Vogelhaus besser säubern. Die Vögel werden bei uns das ganze Jahr gefüttert. Und dementsprechend haben wir auch eine große Vielfalt an Vögeln bei uns im Garten. Wie z.B. Feld- und Haussperlinge, das Rotkehlchen, die Mönchsgrasmücke, die Heckenbraunelle, den Zaunkönig, den Grünfink, den Dompfaff und viele mehr.

- Vogelhaus mit Spender in der Mitte
Wenn man das ganze Jahr die Vögel im Garten füttert, ist auch immer was los. Man muss auch Nistkästen für die Meisen, Spatzen und Stare aufhängen. Und mehrere Trink- und Badestellen einrichten. In einer Ecke im Garten sollte man einen Eimer Kies hin kippen, das nutzen die Vögel zum Sandbaden um ihre Parasiten loszuwerden. Sogar die Stockenten wissen ganz schnell, wo es immer frisches Wasser gibt.

- Stockente an der Vogeltränke
Die Vielfalt nimmt immer mehr im Garten zu. Wenn die Vögel erstmal mitbekommen haben das es täglich neue Nahrung im Garten gibt, kommen sie auch täglich wieder. Und so ist es auch mit den Wintergästen aus dem Norden. Wie z.B. Wacholderdrosseln, Rotdrosseln, Bergfinken, Rotkehlchen, Seidenschwänzen, Birkenzeisigen, Erlenzeisigen und vielen mehr, die jeden Winter wiederkommen (Zugvögel) und neue Gäste mitbringen. Hier seht Ihr Vögel die auch in Deutschland überwintern.

- Seidenschwänze im Winter bei uns Im Garten
Nun gebe ich Euch ein paar praktische Tipps für die Vogelfütterung im
Garten. Fast alle Vogelarten bei uns mögen am liebsten geschälte Nüsse,
Sonnenblumenkerne, Rosinen, Haferflocken, gebrochenen Mais, verschiedene
Sämereien und immer etwas Hühnerfutter. Durch diese Vielfalt kann sich jede
Vogelart das für sie passende Futter aussuchen. Die Stare und Amsel reißen
sich förmlich um die Rosinen. Sehr beliebt sind auch die großen Meisenknödel
und besonders im Winter halbierte
Äpfel. Während der Aufzucht ihrer Jungen ist es nicht verkehrt die Vögel
bei ihrer Fütterung mit Mehlwürmern und Insekten zu unterstützen. Sonntags
bekommen unsere Vögel ab und zu ein kaltes Büffet. Die Vogelfütterung im
Winter ist sehr wichtig, damit wir im Sommer auch viele Vögel im Garten
haben.
Und denkt immer daran, Vogelschutz
und Naturschutz ist wichtig.

- Wacholderdrosseln im Winter in Hamburg
Wollt Ihr über Eulen in Hamburg etwas wissen, dann schaut unter Eulen-Beobachtungen nach.
Ich hoffe, dass viele nun Lust bekommen haben unsere Vögel im Garten zu
füttern. Und sich dann an ihrem schönen Gesang und an der Beobachtung erfreuen
können.
Weiterhin viel Spaß auf meinen Seiten, wie z.B. Vögel
im Winter oder Wacholderdrosseln
im Winter.
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg





























